Sydney, Australien

Groß, größer, Sydney…

Da waren wir nun, in Sydney. Sie ist die Hauptstadt des Staates New South Wales und ist unter anderem für ihr Opernhaus bekannt, welches am Darling Harbour liegt. Wer kennt nicht die Bilder aus dem Fernsehen, wenn hier mal ein Feuerwerk gezündet wird? Die ca. fünf Millionen Menschen, die hier leben, wollen ja auch unterhalten werden.

Wir im letzten Artikel erwähnt, lag unser Campingplatz etwas außerhalb. Die Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel war aber sehr gut und so sind wir mit der Bahn in die Innenstadt gefahren. Man kauft sich hier einfach ein Tangara Ticket und lädt es mit entsprechenden Beträgen auf. Blöd ist nur, dass man die Karte nicht wieder zurück geben kann. Das heißt, dass das Geld auf der Karte verfällt, wenn man die Stadt wieder verlässt. Also mussten wir hier etwas kalkulieren. Wir sind an der Central Station ausgestiegen und als wir nach draußen gingen, waren wir erstmal enttäuscht. Es kamen Erinnerungen an Karlsruhe und sogar an Wuppertal hoch. Überall waren Baustellen und der Ersteindruck war alles andere als gut. Anscheinend dient es dem Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, was prinzipiell eine gute Sache ist. Wir haben aber gehört, dass hier Abschnitte mehrfach zurück- auf wieder aufgebaut worden sind. Dadurch wird die Stadt irgendwie nie fertig und sieht häßlich aus.

Um den Baustellen aus dem Weg zu gehen, sind wir zuerst in Paddy‘s Market eingekehrt. Das ist ein übergroßer Ramschmarkt, der sich in einer großen Lagerhalle befindet. Und dieser Markt wird hauptsächlich von Chinesen betrieben, die hier eben jede Menge billige Waren verticken. Hauptsächlich Klamotten. Aber auch Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch. Gut sehen die Waren hier aber nicht aus. Verglichen mit dem Victoria Market in Melbourne war das schon sehr mau. Im weiteren Tagesverlauf haben wir das anliegende Chinatown etwas erkundet. In einem Randgebiet fiel uns dabei ein überdimensional großes Graffiti-Portrait einer Aborigini auf. Die Trauer ihres Volkes und ihre Heimat spiegelten sich in ihren Augen wieder. Das Bild war unglaublich und hat uns fasziniert. Bisher hatten wir nicht viel über die „Abos“ erfahren, aber das sollte noch kommen. Seid schon mal gespannt 🙂

Danach ging es für uns weiter durch die vielen Einkaufsstraßen der Stadt. Hier reihen sich einige Hochhäuser aneinander, aber auch einige alte Gebäude beeindrucken durch ihren viktorianischen Stil. Der Mix aus modernen Gebäuden und diesem älteren Stil findet sich eben auch in Sydney wieder. Nach vielen Kilometern durch die Innenstadt und diversen Geschäften, sind wir am Circular Quay angekommen. Dieser befindet sich am nördlich Ende des Zentrums und von hier aus kann man das Opernhaus, die Harbour Bridge und viele viele Boote und Schiffe sehen. Das hat uns sehr beeindruckt und hier war auch ordentlich was los. Wie typische Touristen sind wir hier alles abgelaufen und haben viele Bilder und Videos gemacht. Es war toll das berühmte Opernhaus endlich mal zu sehen und den Ausblick darauf zu genießen.

Die ganze Ecke war voller Leben. Einige Abos haben die Leute vor Ort für Geld unterhalten und verschiedene bunten Statuen waren ausgestellt. Man kann hier auch einige Ausflüge durch die Stadt buchen. Eben jeder wie er mag. Im Zentrum des Geschehens stand zu diesem Zeitpunkt das chinesische Neujahrsfest. Ihr könnt euch vorstellen, welche Menschen uns dann hier permanent über den Weg gelaufen sind 😉 Für uns ging es dann in ein Viertel namens The Rocks, welches für diverse Bars und Restaurants bekannt ist. Hier sind wir mal wieder in einem der Pubs gelandet und haben die lokalen Biere probiert. Und diese waren mega gut. Ohne Mist…es gab so viel zu probieren 🙂 Und einen weiteren Pub später haben wir dann auch etwas gegessen und etwas Live-Musik genossen. Was für ein Tag!!!

Eine Sache stieß uns allerdings etwas „sauer“ auf. Wir sind in ein Touristenzentrum gegangen, was wir normalerweise nie tun, da wir uns eben mehr treiben lassen. Da wir aber nirgends etwas zu den Abos gefunden haben, dachten wir in unserer Naivität, dass es in Sydney etwas geben muss. Also haben wir hier nach gefragt. Und die Antwort der Dame dort hat uns schockiert. Es gab nichts!!! Nur wenige Informationen sind im Australia Museum verfügbar, aber das war es. Und dieser Fakt war der Dame hier mehr als unangenehm. Warum, fragt ihr euch? Nun, die Aussies mögen ihre eigene Geschichte nicht und der Völkermord an den Abos wird eben unter den Tisch gekehrt. Warum auch nicht, ist ja einfacher. Bis heute gab es seitens der australischen Regierung keine Entschuldigung bei den Abos. Naja, wir erzählen dazu später mehr.

Der nächste Tag stand ganz im Zeichen des „Strandes“. Wir sind mit der Bahn zur Bondi Junction, einem sehr großen Einkaufszentrum, gefahren. Nach etwas shopping, ging es dann zu Fuß weiter. Wir wollten zu einem der bekanntesten Strände der Welt, dem Bondi Beach. Ich selbst habe diesen Strand schon immer auf meiner Liste von Orten stehen gehabt, die ich schon immer sehen wollte. Keine Ahnung warum, es war eben so. Und dann waren wir da. Bondi Beach!!! Der Strand erstreckt sich halbmondartig um Sydneys Küste und zieht aufgrund der guten Bedingungen viele Surfer an. Und da es eben ein Stadtstrand ist, finden sich hier Einheimische, wie auch Touristen wieder. Also ist es meistens sehr voll. Da der Strand aber riesig ist, fällt das überhaupt nicht ins Gewicht. Wir haben den weißen Sand, das Wasser und die Brise in vollen Zügen genossen. Was für ein irres Gefühl!!! Und natürlich haben wir einige Souvenirs gekauft.

Über einen öffentlichen Weg ging es vorbei an einer offenen Schwimmhalle zum Tamarama Beach. Und ich muss sagen, dass uns dieser deutlich kleinere Strand sogar noch besser gefallen hat. Hier war weniger los und auch hier konnte man surfen. Und die Einheimischen haben sich den einen oder anderen Joint gegönnt. Die Leute hatten hier wohl die Zeit ihres Lebens und wir konnten für einen Moment Teil davon sein. Uns viel auch auf, dass es hier traumhaft schöne Häuser gab. Ach ja, wenn man sich sowas leisten könnte. Das hätte was!!! Aber das sind nur Träume. Nach einiger Zeit hat es dann angefangen zu regnen und so sind wir in ein Einkaufszentrum in der Nähe geflüchtet. Es handelte sich dabei um das Queen Victoria Building. Hier gab es einige Informationen zum chinesischen Neujahrsfest, aber unser Hunger hat uns in einen Hungry Jacks geführt. Wir kannten das nicht, haben dann aber bemerkt, dass es ein Burger King war. Der darf in Australien eben nicht so heißen und so hat man es eben Hungry Jacks genannt.

Nun hatten wir mal wieder genug von einer Stadt und haben uns gesagt, dass wir nur noch einen weiteren Tag bleiben wollen. Nach etwas Recherche über unseren künftigen Tripp nach Japan und in den Südpazifik, sind wir zum Olympiapark gefahren. Wir haben die Stadien und Gebäude abgelaufen und jede Menge Sonne getankt. Weiter ging es dann für uns wieder in Richtung des Darling Harbour. Denn es war ja Samstag und wir wollten hier den Abend verbringen und das bekannte Sommer-Feuerwerk sehen. Auf dem Weg dorthin, sind wir durch den Chinese Garden Of Friendship gelaufen. Hier verbringen vor allem die Einheimischen ihre Zeit. Man kann sich sportlich betätigen, etwas essen oder eben einfach nur abhängen. Und viele Gebäude erinnern eben an China. Angelegt ist der „Garten“ in der Art privater Gärten aus der Zeit der Ming-Dynastie. Man bekommt hier eine kleinen Einblick in die chinesische Kultur.

Pünktlich zum Sonnenuntergang sind war dann wieder am Hafen angekommen. Hier gab es jede Menge toller Shows und Bands auf der Promenade zu bestaunen. Da sind wir natürlich immer mal wieder stehen geblieben und haben uns das Ganze angeschaut. Immer wieder haben wir auch mal nach einen Restaurant geschaut, wo wir was essen wollten, aber die Preise hier waren wirklich utopisch. Klar, es war eben die beste Lage der Stadt und ein Feuerwerk stand kurz bevor. Aber wir hatten natürlich Hunger. Wir haben dann ein kleines Einkaufszentrum gefunden, wo wir etwas auf die Hand zum Essen genommen haben. Es gab etwas Sushi und ordentlich Nachos vom Mexikaner. Und mit dem Essen und unseren Getränken haben wir uns an die Promenade gesetzt und die Show eines Amerikaners genossen. Und mit dem Einbruch der Dunkelheit ging das Feuerwerk los. Das war irre beeindruckend, groß und laut und einfach nur WOW!!! Wir dachten uns nur so, dass dies ein tolles Ende für unseren Aufenthalt in Sydney war. Ach ja, natürlich haben wir die Oper nochmal bei Nacht fotografiert 😉

Unsere weitere Reise in Australien sollte uns nun in Richtung Brisbane führen. Doch vorher wollten wir noch unseren neuen Freund Phil in Port Macquarie besuchen. Also seid gespannt, denn die Ostküste Australiens wollte weiter erkundet werden…

Der Weg nach Sydney, Australien
Der Weg nach Port Macquarie, Australien

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